Die erste Zeit zu Hause

Familien_Collage

Bevor ich über die ersten Tage zu Hause schreibe, möchte ich allen frischgebackenen Mamis eines raten: Sollte es euer erstes Baby sein und besteht kein Grund, so bald wie möglich nach der Geburt nach Hause zu eilen, genießt die Zeit in der Klinik! Ich blieb fast eine Woche. Nachdem unser Zwerg das Licht der Welt erblickt hat, war ich wie in Trance, und vergas, dass ich bereits fast 24 Stunden nicht geschlafen hatte. Die erste Nacht verbrachte ich also direkt mit meinem Liebling, die zweite brachte ich es auch nicht über das Herz ihn den Hebammen zu überlassen, in der dritten Nacht allerdings war ich mit den Kräften am Ende und gab ihn so gegen 4:00 Uhr ab. Am frühen Morgen, bereits um 7:00 Uhr, fühlte ich mich gleich viel fiter und konnte es kaum erwarten den Zwerg wieder in den Armen halten zu können. Auch wenn es nur 3 Stunden Schlaf gewesen waren, waren sie sehr wichtig. Ich bin übrigens selbst überrascht, mit wie wenig Schlaf man als Mami auskommt.

Nach fast einer Woche Krankenhaus sehnte aber auch ich mich nach dem trauten Heim. Wir kamen also zu dritt (juhuuu) nach Hause und … ja, schliefen alle ein. Am Abend kochten wir dann, während der Knirps friedlich schlief und alles war so, wie es sein sollte, es war perfekt. Und Nachts war es dann eben so, wie man es aus Filmen kennt. Der kleine Mann wollte einfach nicht schlafen und wir schaukelten ihn hilflos herum. Lustig, wenn man im Nachhinein darüber denkt, in dem Moment selber war es allerdings ein Horror.

Tagsüber war er in den ersten Wochen ein sehr ruhig und schlummerte die meiste Zeit. „Ein Engel“, sagten alle, unwissend wie es Nachts bei uns so zuging. Wir überlegten, ob er vielleicht tagsüber doch etwas zu lange schlief und es nicht besser wäre ihn munter zu halten, entschieden uns dann aber doch dagegen. Die kleinen Erdlinge brauchen nun mal ihren Schlaf, ihnen diesen zu nehmen, wäre nicht richtig und würde der Entwicklung nur schaden.

Mit einem Baby vergeht die Zeit wie im Flug, unser Zwerg ist mittlerweile schon 4 Monate alt und es kommt mir so vor, wie als wäre er erst gestern auf die Welt gekommen. Wir stillten, wir lachten wegen Pupsis und Rülpsis (wie kann so kleines Wesen solch laute Geräusche von sich geben), wir plantschten in der Badewanne, wir weinten wegen der doofen Koliken, wir verbrauchten viel zu viele Pampers, wir lächelten das erste Mal, wir sagten unser erstes Wort (sofern „agu“ als Wort durchgeht), wir verabschiedeten uns von der Muttermilch … 4 Monate voller schöner Erinnerungen.

Als die Weihnachtsfeiertage vorüber waren, ging der frischgebackene Papi wieder in die Arbeit und ich war gespannt, wie der kleine Mann und ich alleine auskommen würden. Aber wir meistern das ganz gut, lange Spaziergänge, Kuscheleinheiten, Mittagsschläfchen, Besuche bei den Großeltern und zwischendurch ein Fläschchen für ihn und ein Kaffeepause für mich zählen zu unseren Hobbys.

Ich Nachhinein betrachtet, hätte ich mit dem Bloggen viel früher beginnen sollen. So hätte ich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, und zwar jedes Erlebnis mit euch geteilt und auch gleich eine ausführliche Erinnerung festgehalten. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Und auch wenn er mit seinen 4 Monaten schon so groß vorkommt, stehen uns noch viele Abenteuer bevor.

Ganz Liebe Grüße,
Eure Kristina

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