Mami Talk: Stillen

Liebe Mamis,

die frischgebackene Mami Meliha sucht Rat zum Thema Stillen. Klar gibt es im Internet und in Büchern dazu reichlich zu lesen, aber wer will schon die Theorie, wenn man die Praxis haben kann :-).

MamiTalk_Stillen

Hier ihre Fragen:

★ Wie oft wechselt ihr die Stillpositionen?
★ Was kann ich tun um einen Milchstau zu vermeiden?
★ Wenn die Kleine anfängt zu saugen, tut das immer weh. Wann vergeht das?
★ Habt ihr etwas Spezielles gegessen?
★ Wie schafft ihr das, dass nicht alles (BH, Shirt) voller Milch ist?

Liebe Mamis, fühlt euch bitte alle angesprochen, nehmt euch die paar Minuten Zeit und teilt eure Erfahrungen & Tipps im Mami-Talk mit uns.

Danke ❤
Eure Kristina

6 Gedanken zu “Mami Talk: Stillen

  1. tausend dank für eure antworten, es wird tatsächlich von tag zu tag besser, aber das mit dem stress stimmt wirklich, kaum tut man mal ein bisschen mehr herum, schon härtet sich die Brust bei mir 😦 aber ich bin guter Hoffnung das sich das alles noch ein bisschen einpendeln muss.

    eine frage hab ich aber noch an euch, was ist nun besser, BH oder keiner? ich habe nun zuhause keinen an, weil ich denke viel Luft kommt dazu und nichts engt ein, aber ist das für den Busen gut?! oder sollte er eine stütze haben?

    liebe grüße, meliha (neumami 🙂

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  2. Liebe Mamis,

    hier wurden ja schon alle Fragen ausführlich beantwortet, trotzdem möchte ich auch meine Erfahrungen teilen, vielleicht hilft es :)!
    Meine Emma ist 8 Monate alt und wird immernoch hauptsächlich gestillt, sie isst ein wenig Brei, nimmt aber keine Flasche, leider.

    Ich habe die Stillposition nie gewechselt, sitze im Schneidersitz auf dem Bett, das Stillkissen auf dem Schoss und Emma liegt drauf. Habe es auch mal im liegen versucht, hat aber nicht so gut geklappt.

    Ich habe sie am Anfang oft angelegt und während sie getrunken hat habe ich die Brüste an den Stellen masiert (kreisende Bewegungen) wo die hart waren. Habe die Brüste auch regelmäßig unter der Dusche massiert und hatte so nie einen Milchstau.

    Am Anfang tut es weh, weil die Brustwarzen auch etwas abhärten müssen. Eine richtige Position zu finden ist auch wichtig – immer Baby zur Brust und nie die Brust zum Baby. Bei mir waren die Schmerzen nach ca. einer Woche weg.

    Anfangs habe ich viel Stilltee getrunken um die Milchproduktion anzuregen, Malzkaffee ist auch gut und allgemein viel trinken.

    Mit dem Auslafen hatte ich kein Problem, habe zu Hause auch nie einen BH getragen.

    LG

    M.

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  3. Hallo, mein Name ist Anna und ich arbeite als Stillberaterin und Psychologische Beraterin. Ich habe selbst einen zweijährigen Sohn und kann auf eine wunderschöne, auch nicht immer leichte, Stillzeit zurückblicken. Kristina hatte mich angesprochen und gebeten, die gestellten Fragen ebenfalls zu beantworten. Das mache ich natürlich sehr gerne:

    Wie oft wechselt ihr die Stillpositionen?
    Ich habe meist im sogenannten Wiegengriff gestillt. Ganz klassisch also. Als dann der Milcheinschuss kam wurde es für meinen Kleinen in der Position sehr ungemütlich. Die Milch schoss nur so heraus und er hatte das Gefühl zu ertrinken. Also habe ich begonnen im Liegen zu stillen. Das war besonders in der Nacht ein Traum. So konnte ich weiterdösen, während mein Kleiner trank.

    Was kann ich tun um einen Milchstau zu vermeiden?
    Einer der häufigsten Gründe für einen Milchstau ist Stress. Klingt banal, kann aber drastische Folgen haben. Achtet auf Euch und holt Euch Unterstützung. Wenn man ein Baby hat muss die Wohnung nicht tip-top sauber und aufgeräumt sein. Gönnt Euch Ruhe, schont eure Kräfte. Stillt nach Bedarf, also immer dann, wenn euer Baby unruhig ist. Achtet auf Eure Kleidung und die Qualität eures Still-BHs. Wenn der BH oder Bustier zu eng sitzen, können Milchkanäle abgeklemmt werden und es kommt zu Entzündungen und/ oder einem Milchstau.

    Wenn die Kleine anfängt zu saugen, tut das immer weh. Wann vergeht das?
    Stillen sollte nie, wirklich nie mit Schmerzen verbunden sein! Wenn ihr Schmerzen beim Stillen habt, deutet das darauf hin, dass das Baby die Brustwarze nicht korrekt eingesogen hat. In dem Fall müsst ihr das Baby vorsichtig von der Brust nehmen und es noch einmal „andocken“ lassen. Wichtig dabei: Das Vakuum im Mund des Babys löst ihr am besten, indem ihr euren Finger zwischen den Mundwinkel des Babys und eure Brust schiebt.
    Sucht euch eine Stillberaterin in der Nähe oder fragt eure Hebamme, wenn ihr unsicher seid im Anlegen eures Babys. Stillen ist etwas ganz natürliches, aber dennoch auch eine Sache, die Übung erfordert und die man sich einfach und ohne schlechtes Gewissen zeigen lassen muss.

    Habt ihr etwas Spezielles gegessen?
    Während der Stillzeit ist ganz wichtig, dass ihr überhaupt esst. Je ausgewogener desto besser, aer vorrangig ist die generelle Nahrungsaufnahme und dass ihr genug trinkt. Ihr müsst auf nichts verzichten, esst, was Euch schmeckt. Solltet ihr bei eurem Kind dennoch Unverträglichkeitsreaktionen feststellen, sollte ihr das in Verdacht geratene Lebensmittel einige Wochen weglassen. Fruchtsäfte und Zitrusfrüchte können beim Baby Rötungen am Po verursachen.

    Wie schafft ihr das, dass nicht alles (BH, Shirt) voller Milch ist?
    Regelmäßiges Stillen sorgt für ein konstantes Milchangebot. Somit landet auch nicht so viel überschüssige Milch im BH oder der Wäsche. Still-Einlagen aus Wolle und Seide sind sehr zu empfehlen. Sie sind atmungsaktiv, saugstark und können gut gewaschen werden.

    Falls ihr noch Fragen habt, erreicht ihr mich jederzeit gerne über meine Homepage und auf Facebook. Sucht einfach nach „Geborgen in Deinen Armen – Stillberatung“.

    Viele Grüße,
    Anna

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  4. Hallo liebe Mamis,
    bei uns lief das Stillen eigentlich auch recht problemlos. Natürlich hatten wir auch kleinen Start Schwierigkeiten, bei ersten Kind aber sicher normal!
    Laura ist mir auch immer nach ca 10 Minuten an der Brust eingeschlafen. Ich hab sie dann immer gewickelt und dann an der nächsten Seite angelegt.
    Bei den super empfindlichen Brustwarzen am Anfang (ging bei mir ca 1-2 Wochen) hat mir meine Hebamme eine Salbe gegeben, die ich auch beim Stillen drauf lassen konnte. Das war eine echte Erleichterung!
    Mit einem Milchstau hatte ich Gott sei Dank nicht zu kämpfen. Wenn ich gemerkt hab, dass die Brust aussen etwas hart wurde, hab ich meine Kleine quasi unter den Arm geklemmt und so gestillt, also mit den Füßchen nach hinten.

    Ich hoffe es hilft ein wenig weiter!?

    Liebe Grüße Steffi

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  5. Liebe Meliha, liebe Kristina,

    ich hatte unglaublich viel Milch. Ich kann es heute (nach 20 Monaten Mamisein) immernoch nicht fassen, wie RIESIG mein Stillbusen war. Von 75B auf 85C in nullkommadreisekunden …
    Um wenigstens Nachts nicht auszulaufen bzw. frühmorgens mit patschnassem Nachthemd aufzuwachen, habe ich mir diese hier geholt. Einfach nur genial! Tagsüber bzw. wenn ich stillte/abpumpte, habe ich den anderen Busen hiermit bedeckt, denn irgendwie lief einfach die Milch. Und lief, und lief uuuund lieeeef. Ich hätte Drillinge haben können, und die wären alle satt geworden! 😉
    Spaß beiseite – diese zwei Helferlein waren für mich wirklich ein Segen. Ich hoffe, ich konnte Euch ein wenig weiterhelfen.
    Ganz liebe Grüße und viel Freude beim Stillen!

    xo,
    Cate

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  6. Liebe Meliha,

    schön, dass du dich gemeldet hast. Das Thema Stillen ist ein sehr wichtiges und ich war am Anfang ebenso etwas “überfordert” damit. Schließlich will man nur das Beste für das eigne Kind … wie und ob man es allerdings richtig macht, weiß man als frischgebackene Mami aber ja nicht.

    Sollte es bei der Geburt zu keinerlei Komplikationen kommen, spricht nichts dagegen, dass das Baby gleich angelegt wird – es ist einer der schönsten Momente zwischen Mutter und Kind. Mein kleiner Sohn nahm nur ein paar Schlückchen, aber das war schon genug.

    Der Milcheinschuss folgte bei mir am zweiten Tag und ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so schmerzhaft sein würde. Ich hatte Schwierigkeiten meine Arme und somit meinen Sohn zu heben, ja selbst das Haarewaschen war für mich eine Qual. Natürlich war auch das Anlegen sehr unangenehm, vor allem weil der Kleine wild drauf lossaugte (das Anlegen ohne Hilfe der Hebammen klappte bei mir anfangs übrigens auch gar nicht!). Mir wurde aber gesagt, dass eben das regelmäßige Anlegen des Babys sehr hilfreich sei. Außerdem soll warmes Duschen sowie Umschläge helfen – kann ich allerdings nicht wirklich bestätigen. Nach ungefähr 2 Tagen wurde es wieder erträglicher. Zwar waren die Brustwarzen wund und das Saugen noch unangenehm, aber nicht zu vergleichen mit den Schmerzen vorher.

    Laut Hebammen sollte das Baby auf jeder Seite ca. 20 Minuten trinken – dies sei vor allem wichtig für die Milchproduktion. Bei uns haute das nicht hin, denn mein Kleiner schlief bereits nach 10 – 15 Minuten ein. Sollte das bei dir auch der Fall sein, versuch beim nächsten Anlegen mit der anderen Brust zu beginnen. Dies sollte die Milchbildung ins Gleichgewicht bringen und ebenso gegen Milchstau vorbeugen.

    Stilleinlagen waren bei mir sehr wichtig, vor allem am Anfang – da floss die Milch nach Lust und Laune, und es ist ein sehr unangenehmes Gefühl einen feuchten BH oder ein nasses Nachthemd zu tragen. Um BH und Shirt vor Muttermilch zu schützen habe ich leider keinen hilfreichen Tipp. Das war bei mir nicht anders, aber zum Glück ist Muttermilch ja nicht so hartnäckig.

    Ich habe nichts Spezielles gegessen. Es sollten einfach reichhaltige und stärkende Nahrungsmittel sein, denn das Baby nimmt sich so alles was es braucht, deshalb ist es auch wichtig, dass du als Mami auf deinen Nährstoff-Bedarf achtest. Und ganz wichtig ist, viel Wasser zu trinken.

    Liebe Grüße,
    Kristina

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