Neurodermitis bei Babys und Kindern

Bis auf den Milchschorf, den der kleine Mann mit 3 Monaten hatte, blieben wir bisher von groben Hautproblemen verschont. Da ich aber von vielen Mamis, deren Kids betroffen sind, weiß, habe ich beschlossen, mich mit dem Thema Neurodermitis bei Babys und Kindern ein bisschen genauer zu befassen. Hierbei war mir eine sehr liebe Freundin, die sich in Sachen Dermatologie bestens auskennt, behilflich.

Um die Verwirrung perfekt zu machen: Neurodermitis ist nicht gleich Neurodermitis! Ich weiß noch, wie ich damals einen Kinderarzt nach der Ursache für die kleinen Pickelchen auf den Backen und roten Stellen am Nacken meines Sohnes fragte und dieser ganz locker meinte „Ach, das ist vermutlich nur eine leichte Neurodermitis!“. Aha, NUR Neurodermitis also. Damals wusste ich allerdings nicht, dass unter diesem Fachbegriff viele Formen von Hautirritationen zugeordnet werden, und es sich nicht gleich um die chronische Hautkrankheit handeln muss. In den meisten Fällen verschwinden Pickel, Rötungen und Juckreiz im Laufe des ersten Lebensjahres, dann, wenn sich die Abwehrstoffe entwickelt haben. So muss auch der Milchschorf bei Babies nicht gleich ein Anzeichen für Neurodermitis sein. Allerdings ist bestätigt, dass Kinder, die Neurodermitis haben, als Baby einen Milchschorf hatten. Wenn das Kind tatsächlich Neurodermitis hat, dann folgen nach dem Milchschorf meist die für die Krankheit charakteristischen Ekzeme – großflächige Rötungen beziehungsweise nässende und verkrustete Flächen vorwiegend an den Wangen, am Hals, an den Kniekehlen und den Armbeugen. Das unangenehmste Merkmal der Hautkrankheit ist der Juckreiz und mit ihm folgt ein wahrer Teufelskreis. Denn wie schafft man es schon einem Baby oder Kleinkind klar zu machen, dass es sich nicht kratzen darf, wenn es juckt?

Die Ursachen für Neurodermitis sind umstritten, meist spielt aber die genetische Veranlagung die Hauptrolle. Aber auch Babys, deren Eltern nicht mit Hautkrankheiten belastet sind, können betroffen sein, denn Umwelteinflüsse, körperliche Belastungen oder Allergien zählen ebenso zu den möglichen Auslösern. Natürlich wünscht man sich nichts sehnlicher als die schnellstmögliche Heilung für das Kind. Eine wirkliche Heilung gibt es bei Neurodermitis zwar leider nicht, doch Mama und Papa können sehr wohl Maßnahmen ergreifen, um das Leiden zu mildern.

Das beste Rezept ist viel Zuwendung, Geduld und die richtige Pflege. Mittlerweile gibt es schon diverse Salben, Cremes und Öle, die die sehr trockene Haut mit Feuchtigkeit versorgen, rückfettend sind und den Juckreiz lindern – hier eine tolle Auswahl zur Babypflege. Um die Haut nicht zusätzlich auszutrocknen werden kurze Bäder und eine Wassertemperatur von höchstens 35 Grad empfohlen. Außerdem ist die Wahl der Kleidung sehr wichtig, da diese direkt an der Haut anliegt und nicht zusätzlich reizen soll. Materialien wie Baumwolle, Seide und Gewebe aus Silberfäden sind hierbei die beste Wahl.

Wenn Neurodermitis in der Familie vorkommt, können bei Babys einige Vorsorge-Maßnahmen getroffen werden:

  • Voll Stillen bis zum 6. Lebensmonat (oder mindestens 4.) – dient der optimalen Versorgung mit Antikörpern
  • Wenn nicht gestillt werden kann, sollte hypoallergene HA-Säuglingsnahrung verwendet werden
  • Zwischen dem 4. und 6. Lebensmonat langsam mit Beikost beginnen
  • Allergieauslösende Lebensmittel (wie z.B. Milch, Nüsse, Zitrusfrüchte & Co.) in den ersten Lebensjahren meiden
  • Allergietest durchführen lassen
  • Während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht Rauchen

Ich hoffe euch mit meinem Beitrag einen kleinen, aber doch prägnanten Überblick zum Thema Neurodermitis gegeben zu haben und freue mich wie immer über eure Erfahrungen und Tipps.

Ganz Liebe Grüße,
Eure Kristina

Ein Gedanke zu “Neurodermitis bei Babys und Kindern

  1. Hi Kristina,
    ich finde deinen Beitrag sehr interessant! Vielen Dank für die tolle Instagram Antwort! Wir haben von der Ärztin eine Creme empfohlen bekommen und die Haut hat sich dadurch beruhigt…. Ich bin bei der Milch etwas hin und her gerissen,
    da man auf der einen Seite hört das es wichtig für Babys ist ( ab ca. 6 Monaten als „Abendmilchbrei“) und auf der anderen Seite soll man es unter 1
    Jahr gar nicht geben!
    Ganz liebe Grüße
    Denise

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